Ärzte Zeitung online, 14.09.2010

Sieben Millionen Schwerbehinderte in Deutschland

WIESBADEN (dpa). Die Zahl der Schwerbehinderten in Deutschland ist auf 7,1 Millionen gestiegen. Ende 2009 galten damit 8,7 Prozent der Bevölkerung als schwerbehindert - rund 184 000 oder 2,7 Prozent mehr als Ende 2007.

Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Schwerbehinderten sind Männer, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Als schwerbehindert gelten Menschen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent zuerkannt wurde.

Behinderungen treten vor allem im Alter auf: 29 Prozent der Schwerbehinderten waren 75 Jahre und älter. Knapp die Hälfte (46 Prozent) war zwischen 55 und 75 Jahre alt. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren machten einen Anteil von 2 Prozent aus.

Der überwiegende Teil der Behinderungen (82 Prozent) wurde durch eine Krankheit verursacht. 4 Prozent der Behinderungen waren angeboren oder traten im ersten Lebensjahr auf. 2 Prozent sind auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen. 1 Prozent der Betroffenen sind Kriegsversehrte. Bei den übrigen (11 Prozent) gibt es entweder mehrere Ursachen für die Behinderung, der Grund ist nicht ausgewiesen oder diese Menschen haben sich selbst verstümmelt.

Zwei Drittel der Betroffenen hatten körperliche Behinderungen (64 Prozent): Bei einem Viertel waren innere Organe betroffen. Bei 14 Prozent waren Arme und Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei 12 Prozent Wirbelsäule und Rumpf. 5 Prozent der Schwerbehinderten waren blind oder sehbehindert, 4 Prozent waren schwerhörig oder litten an Gleichgewichts- oder Sprachstörungen.

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