Ärzte Zeitung online, 25.10.2010

Kauder: Es bleibt bei der Rente ab 67

BERLIN (dpa). Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bleibt mit seinem Widerstand gegen die Rente ab 67 in der schwarz-gelben Koalition auch weiterhin isoliert.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder vereidigte am Montag im "ARD-Morgenmagazin" die bisherige Haltung der Bundesregierung. "Wir haben die Rente mit 67 aus gutem Grund beschlossen, und dabei bleibt es auch." Die Zahl der Älteren, die arbeiten, nehme weiter zu, sagte Kauder.

CSU-Chef Seehofer hatte gesagt, wenn die Firmen nicht begännen, mehr ältere Arbeitnehmer zu beschäftigen, werde er die Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre infrage stellen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Seehofers Position schon zuvor zurückgewiesen. Auch der saarländische Ministerpräsident Peter Müller und Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (beide CDU) hatten die Rente ab 67 verteidigt.

Die Zahl der Erwerbstätigen in der Altersgruppe 55 bis 64 Jahre ist nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen.

Sie wuchs seit 1999 um mindestens 800 000 auf bis heute 3,6 Millionen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit. Es habe sich ausnahmslos um sozialversicherungspflichtige Stellen gehandelt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »