Ärzte Zeitung, 02.11.2010

NRW will Fitness der Polizisten verbessern

KÖLN (iss). Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) will dafür sorgen, dass die Polizisten des Landes fitter werden. Er hat ein neues Programm für die Gesundheit und Fitness der Ordnungshüter vorgestellt. Es umfasst Angebote zum Sport, zur medizinischen Vorsorge und zur Ernährungsberatung. "Polizistinnen und Polizisten müssen für ihre schwierige Aufgabe fit sein. Ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement fördert Stressstabilität und Ausgeglichenheit", sagte Jäger.

Drei Stunden ihrer monatlichen Dienstzeit können die Beamten künftig für das körperliche Training nutzen. Sie müssen alle zwei Jahre das Deutsche Sportabzeichen erwerben oder ihre Fitness durch einen Polizeileistungstest unter Beweis stellen. Wer das nicht auf Anhieb schafft, erhält eine besondere Förderung und Beratung. Polizisten, die nach längerer Krankheit wieder in den Dienst einsteigen, werden künftig besonders unterstützt.

Brisante Einsatzlagen, Schichtdienst und psychische Belastungen würden die Polizisten besonders fordern, sagte Jäger. "Deshalb helfen wir ihnen mit dem neuen Konzept und fördern gleichzeitig das Gesundheitsbewusstsein." Beim Gesundheitsmanagement sieht er besonders die Führungskräfte in der Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Diese Aspekte schinden den Körper von Astronauten

Die Forschung auf der ISS liefert wichtige Erkenntnisse, ist aber Schwerstarbeit für den Organismus. Was passiert dabei mit dem Körper genau – und wozu das Ganze? mehr »

GBA warnt Spahn vor GKV-Systembruch

Der Versuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bewertungsverfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss zu umgehen, stößt auf massive Gegenwehr – nicht nur im GBA. mehr »

§219a – Eine Reform und ihr Preis

Nach dem Beschluss im Bundestag, dürfen Ärzte künftig darüber informieren, dass sie Abtreibungen anbieten. Doch glücklich ist mit dem Kompromiss niemand. Auch nicht mit der Studie zu den Folgen einer Abtreibung. mehr »