Ärzte Zeitung online, 15.11.2010
 

Geburtenziffer sinkt wieder

WIESBADEN (eb). Die Geburtenziffer in Deutschland ist wieder leicht gesunken. Je Frau betrug die durchschnittliche Kinderzahl im vergangenen Jahr 1,36, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Gegenüber den beiden Vorjahren sank sie somit.

Im vergangenen Jahr kamen der Behörde zufolge 665 000 Kinder zur Welt, das waren rund 17 000 weniger als noch 2008. Als einen möglichen Grund für den Rückgang gaben die Statistiker ein verändertes "Geburtenverhalten" an. Aber auch die Zahl der gebärfähigen Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren sei in diesem Zeitraum zurückgegangen.

Im Westen der Republik setzte sich der Trend nach unten fort und erreichte im Vergleich seit 1990 mit 1,35 fast den niedrigsten Wert. Nur 2006 war er mit 2006 noch niedriger. Im Osten, mit Ausnahme Berlins, setzte sich der positive Trend seit der Wiedervereinigung fort. Nach dem Einbruch von 1995 mit einer Kinderzahl von 0,84 kletterte er beständig auf jetzt 1,40.

Im Ländervergleich schnitten Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit den höchsten Geburtenziffern ab. Die geringsten Werte gab es den Angaben zufolge in den Stadtstaaten und dem Saarland.

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