Ärzte Zeitung online, 23.11.2010

Zwei Jahre "In Form": Regierung zieht positive Bilanz

BERLIN (dpa). Im Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit hat die Bundesregierung zwei Jahre nach dem Start des Aktionsprogramms "In Form" eine positive Zwischenbilanz gezogen.

Es sei gelungen, die Bedeutung der körperlichen Aktivität für ein gesundes Leben stärker ins Bewusstsein zu rücken, sagte Gesundheitsstaatssekretär Daniel Bahr (FDP) am Dienstag bei der "In Form"-Jahreskonferenz in Berlin.

Bundesernährungsministerin Ilse Aigner (CSU) bekräftigte ihr Ziel, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Bevölkerung bis zum Jahr 2020 nachhaltig zu verbessern.

Die Initiative "In Form", die von der Bundesregierung jährlich mit zehn Millionen Euro unterstützt wird, bündelt rund 100 Projekte: Das geht vom Ernährungs-Führerschein für Schüler über Qualitätsstandards in Kantinen bis hin zu speziellen Bewegungsangeboten für Senioren.

Durch eine gesunde Lebensweise sollen Krankheiten vermieden und die Kosten für das Gesundheitssystem gesenkt werden. Bahr kündigte darüber hinaus ein spezielles Präventionsprogramm an, um Erkrankungen frühzeitig vorzubeugen.

Verbraucherschützer mahnen allerdings weitergehende Maßnahmen zur Bekämpfung von Übergewicht an. Anstelle einer Selbstverpflichtung der Lebensmittelindustrie fordern sie ein Verbot von Werbung - etwa für Süßigkeiten -, die sich speziell an Kinder richtet.

Aigner bezeichnete derartige Werbeverbote als schwierig. Es gebe aber zumindest entsprechende Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »