Ärzte Zeitung, 07.12.2010

In Hamburg soll es wieder mehr Klinikbetten geben

HAMBURG (di). Hamburg stockt erstmals seit Jahren wieder die Zahl seiner Klinikbetten auf. Der neu vorgelegte Krankenhausplan bis 2015 sieht eine Zunahme der Betten auf 11 800 vor, 620 mehr als zurzeit.

Damit will die Hansestadt laut Gesundheitssenator Dr. Dietrich Wersich seiner Metropolfunktion gerecht werden und auch künftig viele Patienten aus dem Umland versorgen. Zugleich verwies Wersich zur Begründung der Aufstockung auf eine zunehmende Auslastung der Kapazitäten. Der Schwerpunkt wird auf dem bedarfsgerechten Ausbau geriatrischer Versorgung durch wohnortnahe Versorgungsangebote liegen.

Geplant sind etwa neue Angebote im Bethesda Krankenhaus Bergedorf, im Asklepios Westklinikum Hamburg und im Katholischen Marienkrankenhaus. Wohnortnah soll die neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation nach Schlaganfällen durch Erweiterungen zum Beispiel in der Schön Klinik Eilbek und im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ergänzt werden. Wersich betonte, dass sich die Planung am tatsächlichen Bedarf, nicht an den Wachstumszielen der Kliniken orientiert.

Ausgesetzt wurde die Entscheidung über eine Erweiterung der Kapazitäten in der Psychiatrie/Psychotherapie, Psychosomatik und Kinder- und Jugendpsychiatrie. "Wir haben Zweifel, ob ein Ausbau nötig ist, der weder durch Fallzahlsteigerungen, noch durch die Liegedauer gestützt wird", sagte Wersich.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der Albtraum vom Nicht-Schlafen

Schlaflosigkeit lässt sich kaum nachweisen. Forscher zeigen: Schlaflose Nächte finden oft nur im Traum statt. Das macht sie nicht weniger belastend, ermöglicht aber neue Therapien. mehr »

Vergessen Sie keine Labor-Kennnummer!

Mit der Laborreform haben sich Änderungen bei den Ausnahmekennnummern ergeben. Um nicht den Wirtschaftlichkeitsbonus zu gefährden, sollten Sie die neuen Regeln kennen - und insbesondere auf drei Punkte achten. mehr »

Ärzte wehren sich gegen Mehrarbeit für lau

Etwas mehr Geld für Hausbesuche, aber kaum mehr für die Ausweitung der Mindestsprechstunden - das bieten die Kassen an. Die Ärzte gehen auf die Barrikaden. mehr »