Ärzte Zeitung online, 21.12.2010

Sterberate bei Kindern sinkt in NRW um ein Drittel

DÜSSELDORF (akr). In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der gestorbenen Kinder innerhalb von zehn Jahren um fast ein Drittel gesunken.

Im Jahr 2009 starben im bevölkerungsreichsten Bundesland 899 Kinder unter 15 Jahren, das waren 31 Prozent weniger als im Jahr 2000. "Diese Entwicklung ist überwiegend auf den Rückgang der Todesfälle bei Säuglingen zurückzuführen", teilte das Statistische Landesamt mit. Vor allem der plötzliche Kindstod kommt seltener vor.

Im Jahr 2009 war dies bei 42 Babys die Todesursache, im Jahr 2000 bei 164 Säuglingen. Von den 576 gestorbenen Kindern unter einem Jahr lag bei 268 die Ursache in der Zeit um die Geburt. Die Zahl der Todesfälle bei den Ein- bis 14-Jährigen ist zwar zwischen 2000 und 2009 um 25,6 Prozent gefallen.

Im Vergleich zu 2008 sind im vergangenen Jahr aber 5,2 Prozent mehr Kinder gestorben. Die häufigste Todesursache bei ihnen war Krebs, gefolgt von angeborenen Fehlbildungen und äußeren Ursachen wie zum Beispiel Verletzungen und Vergiftungen.
Fünf Kinder haben im vergangenen Jahr Suizid begangen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »