Ärzte Zeitung online, 22.12.2010

Länder bleiben auf Schweinegrippe-Kosten sitzen

HANNOVER (dpa). Die Schweinegrippe kommt die Bundesländer teuer zu stehen. Von 34 Millionen erworbenen Impfstoff-Dosen seien 28,7 Millionen übrig geblieben, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums am Dienstag in Hannover.

Auf den Kosten von rund 239 Millionen Euro für die nicht verimpften Dosen bleiben die Länder sitzen. Der Bund wollte sich an der Finanzierung nicht beteiligen.

Die überzähligen Schweinegrippe-Impfdosen werden aller Voraussicht nach vernichtet. "Die zuletzt ausgelieferten Chargen sind längstens bis 31.11.2011 haltbar", teilte das Gesundheitsministerium mit, das bis Ende des Jahres den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz innehat. Der Plan, den Impfstoff Pandemrix ins Ausland zu verkaufen, war gescheitert. "In keinem anderen Staat der Welt gibt es Bedarf", sagte ein Sprecher.

Die meisten Menschen in Deutschland hat die Schweinegrippe kalt gelassen. Sie ließen sich nicht impfen. Der normale Grippe-Impfstoff dieser Saison schützt auch gegen Schweinegrippe-Viren.

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