Ärzte Zeitung online, 28.12.2010

Kein "Reset-Knopf": Rösler stärkt FDP-Chef Westerwelle den Rücken

BERLIN (dpa). Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat seinem Parteivorsitzenden Guido Westerwelle erneut den Rücken gestärkt.

Kein "Reset-Knopf": Rösler stärkt FDP-Chef Westerwelle den Rücken

FDP-Parteichef Guido Westerwelle steht wegen schlechter Umfragewerte parteiintern in der Kritik. Rückendeckung erhält er jetzt von Gesundheitsminister Rösler.

© Jens Schicke / imago

Die Frage eines Rücktritts Westerwelles stelle sich für die FDP "definitiv nicht", sagte er am Dienstag im "Morgenmagazin" des ZDF. "Denn wir haben einen guten Vorsitzenden, das sieht die große Mehrzahl auch unserer Mitglieder. Und keiner kann so gut Wahlkämpfe führen wie Guido Westerwelle. Das hat er in der Vergangenheit bewiesen und das wird er auch bei den nächsten Wahlkämpfen um Frühjahr zeigen."

Rösler sagte, es gehe für die FDP jetzt nicht darum, den "Reset-Knopf" zu drücken und einen völligen Neuanfang zu beginnen. "Wie so häufig kommt man aus Schwierigkeiten nur durch solides und seriöses Arbeiten heraus."

Die schlechten Umfragewerte sind aus Röslers Sicht nicht allein Westerwelle anzulasten. "Die Verantwortung dafür muss die Partei insgesamt tragen. Wir haben hohe Erwartungen geweckt, die konnten wir nicht voll umfänglich erfüllen. Deswegen laufen die Menschen von der FDP momentan weg. Und es ist unsere Aufgabe, gemeinsam sie wieder zur FDP zurückzubringen. Und wie gesagt, das kann man nur durch arbeiten."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »