Ärzte Zeitung, 09.02.2011

Glücksspielverbot in Kneipen - FDP uneins

BERLIN (dpa/hom). Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat sich von Plänen der Drogenbeauftragten Mechthild Dyckmans (beide FDP) distanziert, die 50.000 Spielautomaten in Kneipen, Geschäften und Flughäfen zu verbieten.

"Es handelt sich um ein Arbeitspapier der Drogenbeauftragten, das nicht mit der Leitung des Bundesgesundheitsministeriums abgestimmt ist", sagte ein Sprecher Röslers. Dyckmans hatte zuvor in der "Süddeutschen Zeitung" deutlich strengere Auflagen für Gaststätten und Spielhallen gefordert.

Das höchste Suchtpotenzial beim Glücksspiel gebe es bei den Automaten, so Dyckmans.Deshalb müsse die Regierung hier aktiv werden und die etwa 50.000 Glücksspielautomaten aus Gaststätten verbannen.

Zutritt zu Spielhallen sollten nur Personen mit Spielerausweis haben. Laut Dyckmans leiden in Deutschland rund 400.000 Menschen an einer Glücksspielsucht.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

In Westeuropa sterben Deutsche am frühesten

Deutschland hat unter 22 westeuropäischen Ländern die niedrigste Lebenserwartung. Im weltweiten Vergleich gibt es noch immer drastische Unterschiede - von bis zu 40 Jahren. mehr »

Gemeinsam gegen Antibiotika-Resistenzen

Die Weltantibiotikawoche ist angelaufen: Während die WHO für mehr Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Medizin wirbt, versucht ein Projekt von Ärzten und Kassen die Bürger für Resistenzen zu sensibilisieren. mehr »

Herzschutz-Effekt durch Fischöl-Kapseln

Die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren mittels spezieller Fischöl-Kapseln hat in der beim AHA-Kongress präsentierten REDUCE IT-Studie eine erstaunliche Wirkung entfaltet. Zu einem anderen Ergebnis kommt die Studie VITAL. mehr »