Ärzte Zeitung online, 11.02.2011

H1N1-Impfstoff: Länder wollen Kosten vom Bund

BERLIN (eb). Die Bundesländer wollen von der Bundesregierung die Kosten für den nicht verimpften Schweinegrippe-Impfstoff zurück. Eine entsprechende Entschließung fasste am Freitag der Bundesrat.

H1N1-Impfstoff: Länder wollen Kosten vom Bund

Schweinegrippe-Impfstoff: Die Ländern fordern erneut vom Bund, sich an den Kosten für die übriggebliebenen Impfdosen zu beteiligen.

© dpa

Die Länder begründen ihren Beschluss mit den damaligen Fallzahl-Prognosen des Robert-Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts.

Diese Prognosen seien die Grundlage für die Impfstoffbeschaffung und vor allem für den Umfang der Bestellungen gewesen, heißt es in dem Beschluss. "Nachdem der Bund die fachlichen Vorgaben formuliert hat, muss er dafür auch die Finanzverantwortung tragen."

Im Sommer 2009 hatten die Bundesländer insgesamt 50 Millionen Dosen des pandemischen H1N1-Impfstoffs Pandemrix® bestellt. Erhalten hatten sie 34 Millionen Impfdosen, doch nur rund 4 Millionen davon wurden verimpft.

Seitdem fordern die Länder, der Bund müsse sich an den Kosten für den übriggebliebenen Impfstoff beteiligen. Erst im Juli des vergangenen Jahres hatte die Gesundheitsministerkonferenz der Länder erneut eine Kostenübernahme durch den Bund gefordert.

Der Bund stellt sich hingegen auf den Standpunkt, dass die Länder als Besteller die Kosten alleine zu tragen haben.

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