Ärzte Zeitung online, 23.02.2011

Zahl der Verkehrstoten sinkt auf Rekordniveau

WIESBADEN (dpa). Die Zahl der Verkehrstoten hat im vergangenen Jahr in Deutschland einen absoluten Tiefstand erreicht.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, starben im vergangenen Jahr 3657 Menschen auf deutschen Straßen. Das waren zwölf Prozent (495) weniger als 2009.

Der positive Trend aus den Vorjahren habe sich damit noch verstärkt. Die Zahl der Verletzten nahm um 6,5 Prozent auf rund 371.700 ab.

Dennoch sterben im Schnitt immer noch zehn Menschen täglich im Straßenverkehr, betonte das Bundesamt.

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[24.02.2011, 08:18:45]
Dr. Detlev Parow 
Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!
Ich verstehe nicht, warum immer alles relativiert werden muss. im Jahr 1970 gab es 21.332 Verkehrstoten bei 20,8 Millionen zugelassenen Kraftfahrzeugen, was 10,3 Verkehrstoten je 10.000 Pkw entspricht. 2010 gab es auf Deutschlands Straßen 3.657 Verkehrstote. Bei jetzt 52,2 Millionen zugelassenen Fahrzeugen (bei einer sicherlich höheren durchschnittlichen Jahreskilometerleistung als 1970) sind das 0,7 pro 10.000. Damit beträgt die Zahl der Verkehrstoten 2010 noch 6,8% der Verkehrstoten des Jahres 1970! Nennen Sie mir irgendein Gebiet der Medizin, in dem wir in den letzten ein vergleichbares Ergebnis erreicht hätten (womit ich nicht sagen möchte, dass die geringe Zahl der Verkehrstoten im Jahre 2010 im Wesentlichen ein Erfolg der Medizin sei!). Die Pocken gelten als ausgerottet, aber sonst? Ich denke, da wird man lange suchen müssen. Natürlich ist 3657 geteilt durch 365 gleich 10, insoweit hat das Bundesamt recht. Aber selbst, wenn kein Mensch mehr ein Auto benutzen sollte, würden Menschen sterben. Was mathematisch richtrig ist, muss im Bezug auf unsere Lebensrealität nicht unbedingt stimmig sein (geschweige denn realistisch). Also einfach mal ganz uneingeschränkt über so ein Ergebnis freuen und Erich Kästner im Sinn: Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!
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