Ärzte Zeitung, 21.03.2011

Medienmissbrauch: Handlungsoptionen für Ärzte gering

WEIMAR (ras). Auf die Gefahr des Medienmissbrauchs und die gesundheitlichen Folgen daraus können Ärzte bei Früherkennungsuntersuchungen aus Zeitgründen nur sehr bedingt eingehen.

Auf dieses Dilemma hat Dr. Marcus Heidemann aus Bielefeld beim Jugendmedizinkongress in Weimar hingewiesen. Angesichts der zur Verfügung stehenden Zeit von 20 Minuten für eine Vorsorgeuntersuchung könne allenfalls nach der Dauer des Medienkonsums und nach möglichen Ursache-Folge Wirkungen (Schul- und Schlafprobleme, Inaktivität, Übergewicht, ADHS) gefragt werden.

Falls sich daraus dann tatsächlich Zusammenhänge mit einem übermäßigen Medienkonsum herstellen ließen, könne ein Mediziner diese Problematik auch nicht alleine lösen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verursacht Kiffen Psychosen?

Wer kifft, trägt ein erhöhtes Psychoserisiko. Ob dies am Konsum von Cannabis liegt, ist aber alles andere als klar. Eine aktuelle Studie liefert immerhin neue Indizien. mehr »

Resistenzen behindern Kampf gegen TB

Tuberkulose ist in Deutschland relativ selten - ganz eliminieren lässt sich die Infektionskrankheit aber noch immer nicht. Zu schaffen machen die Resistenzen. mehr »

Bluttest auf Brustkrebs keine Revolution

Ein Bluttest auf Brustkrebs komme noch dieses Jahr auf den Markt, verkündete vor kurzem die Uniklinik Heidelberg – und erntete dafür harsche Kritik. Nun rudert sie zurück. mehr »