Ärzte Zeitung, 23.03.2011

Kommentar

Kliniken kämpfen um mehr Einfluss

Von Anno Fricke

Soviel ist sicher: Der gemeinsamen Selbstverwaltung des deutschen Gesundheitswesens stehen spannende Monate bevor. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert einen Komplettumbau des Gemeinsamen Bundesausschusses als oberstem Organ dieser Selbstverwaltung.

Die Rückkehr zu sektorenbezogenen Entscheidungsgremien soll den eigenen Einfluss stärken, und, was der DKG sicherlich genauso wichtig ist, den Einfluss niedergelassener Ärzte auf Entscheidungen über den stationären Sektor zurückdrängen.

Der Zeitpunkt, zu dem die DKG diese Forderungen erhebt, macht die zu erwartende Debatte in der Selbstverwaltung nicht leichter.

Das Rösler-Ministerium spricht im Vorfeld der politischen Beratungen zum Versorgungsgesetz von einem Trend zur begrenzten Verlagerung der Versorgung auf den ambulanten Sektor und hält die strenge sektorale Aufteilung der Versorgung für nicht mehr zeitgerecht. Der Leistungserbringerstatus soll keine Rolle mehr spielen bei der Patientenversorgung.

Vor diesem Hintergrund klingt der Vorschlag der Krankenhausvertreter, die gemeinsame Selbstverwaltung wieder in getrennten Räumen auszuüben, wie das bekannte Pfeifen im Wald.

Lesen Sie dazu auch:
Kliniken sollen laut BMG Innovationsmotor bleiben

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[23.03.2011, 16:28:00]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Mehr Demokratie wagen!"
Ich bleibe dabei: DKG, Bundesgesundheitsminister Dr. med. Philipp Rösler, Ärzteverbände, KBV, GKV, Patienten- und Verbraucherschützer, Politik, Öffentlichkeit und Medien; es gibt nur eine Aufforderung an den Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) und ihren über 70-jährigen Vorsitzenden, Dr. jur. Rainer Hess

"MEHR DEMOKRATIE WAGEN!"

Freundliche, kollegiale Grüße, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »

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