Ärzte Zeitung online, 03.05.2011

Trotz Nichtraucherschutz: Vier von fünf Kneipen verraucht

BERLIN (dpa). Mehr als 80 Prozent der Kneipen und Bars in Deutschland sind trotz der Nichtraucherschutzgesetze nach wie vor verqualmt.

Das geht aus einer großen Evaluationsstudie in fast 3000 gastronomischen Betrieben aus zehn Bundesländern vor, die das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) am Dienstag in Berlin vorstellte. Auch in über 90 Prozent der Spielhallen wird demnach trotz des Gesetzes weiter geraucht.

Von einer Wahlfreiheit für Nichtraucher könne keine Rede sein, folgern die Krebsforscher. Die Landesgesetze zum Nichtraucherschutz in der Gastronomie seien gescheitert und müssten dringend vereinheitlicht werden.

Viele Bundesländer haben Ausnahmeregelungen für das Rauchen in Kneipen oder Spielhallen. Die meisten Verstöße gab es in Düsseldorf.

Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Bericht:
In der Kneipe ist Nichtrauchen die Ausnahme

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Nur ein Drittel der Arztpraxen in Deutschland gelten – auch nur zum Teil – als barrierefrei. Das schränke die freie Arztwahl körperlich beeinträchtigter Menschen ein, moniert die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »