Ärzte Zeitung, 05.05.2011

Masterplan in Rheinland-Pfalz wird ausgebaut

MAINZ (chb). In Rheinland-Pfalz wird der im Jahr 2007 ins Leben gerufene Masterplan zur "Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung" weiter ausgebaut.

Darauf haben sich die beteiligten Partner - das Landesgesundheitsministerium, die KV, die Ärztekammer und der Hausärzteverband - geeinigt (wir berichteten kurz).

So stellt unter anderem die Landesregierung in diesem Jahr 400.000 Euro zur Verfügung, um Ärzte finanziell zu fördern, die sich in Gebieten niederlassen wollen, die von Unterversorgung bedroht sind. Mit dem Förderprogramm will die Landesregierung vor allem die Gründung von Zweigpraxen unterstützen.

Weiterer Bestandteil der Vereinbarungen: Die KV will sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die Delegationsmöglichkeiten ausgeweitet werden.

Bis jetzt sieht der Bundesmanteltarifvertrag die Delegation ärztlicher Leistungen und deren entsprechende Abrechnung lediglich für Gebiete vor, in denen der jeweilige Landesausschuss Ärzte und Krankenkassen eine bereits bestehende oder drohende Unterversorgung festgestellt hat. Der Hausärzteverband will erweiterte Delegationsmöglichkeiten in Hausarztverträgen vereinbaren.

Stärker eingebunden werden sollen auch die Kommunen. Sie sollen Ansprechpartner für niederlassungswillige Ärzte benennen und zum Beispiel einen Hol- und Bringdienst - einen sogenannten Patientenbus - organisieren. Gemeinsam mit der Universität Mainz wird angestrebt, einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin einzurichten.

Lesen Sie dazu auch:
Breites Bündnis gegen den Hausärztemangel

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (81493)
Organisationen
Uni Mainz (371)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »