Ärzte Zeitung, 10.05.2011

Kommentar

Gute Therapie - ein Risiko?

Von Dirk Schnack

Die Psoriasis zählt zu den Krankheiten, die im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) berücksichtigt werden. Für den Deutschen Psoriasis Bund ist dies ein Erfolg, für den er sich massiv eingesetzt hat.

Damit sind aber längst nicht alle Probleme für Patienten, Ärzte und Kostenträger gelöst. Denn die Behandlung von Patienten mit schwerer Psoriasis bleibt für Leistungserbringer unter den aktuellen Honorarbedingungen ein finanzielles Wagnis.

Folgerichtig basteln Dermatologen an Konzepten zur optimierten Patientenversorgung. An guten Ideen mangelt es nicht: Bundesweit sind über 20 regionale Netze entstanden, die eine kooperative Versorgung nach Leitlinien anstreben. Angebote der Dermatologen für Vertragskonzepte etwa zur integrierten Versorgung liegen auf dem Tisch - die Umsetzung aber scheitert bislang am Geld.

Die Krankenkassen berichten, dass die Mittelzuweisung aus dem RSA nicht zwangsläufig die tatsächlichen Kosten deckt. Dies ist aber Voraussetzung, um innovative Versorgungskonzepte zu ermöglichen. Nur dann können die derzeit bestehenden Versorgungsdefizite abgebaut werden und nur dann wird der Morbi-RSA zu einem Erfolgsmodell.

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