Ärzte Zeitung online, 16.05.2011

NRW: Steffens will Situation der Contergangeschädigten verbessern

DÜSSELDORF (ths). NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens setzt sich dafür ein, dass sich die Lebenssituation der rund 800 Contergangeschädigten Menschen in Nordrhein-Westfalen verbessert.

Dazu hat die Ministerin am Montag (16. Mai) ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, das die Versorgung der Betroffenen untersucht - mit Blick auf die gesundheitlichen und psychosozialen Lebensumstände der Menschen.

"Wir brauchen endlich eine angemessene und am Bedarf der Geschädigten orientierte Unterstützung. Dazu benötigen wir eine umfassende Bestandsaufnahme gerade zu den Folgeschäden und Probleme, die oft erst heute auftreten", sagte Steffens.

Die Betroffenen sind mittlerweile um die 50 Jahre alt

"Nur so können wir Perspektiven entwickeln, gerade auch vor dem Hintergrund, dass sich für die Betroffenen die Conterganschädigungen und das normale Altern häufig negativ verstärken."

Die Contergangeschädigten Menschen seien mittlerweile um die 50 Jahre alt, hieß es in einer Mitteilung.

Verbesserte Behandlungs-, und Versorgungskonzepte erhofft

Mit den Ergebnissen der Forschungsarbeit, die zwei Jahre andauern wird, sollen "individuell erarbeitete, neue bzw. verbesserte Behandlungs- und Versorgungskonzepte" erarbeitet werden, die die körperliche und psychische Situation der Betroffenen besser berücksichtigen.

Der Interessenverband Contergangeschädigter Nordrhein-Westfalen begrüßte die Initiative der Gesundheitsministerin. "Dieser Forschungsauftrag ist einzigartig und für alle Seiten ein Gewinn", sagte der erste Vorsitzende Udo Herterich.

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