Ärzte Zeitung, 18.05.2011

Länder sparen bei Kinderbetreuung

BERLIN (dpa). Bund und Kommunen haben an die Länder appelliert, ihre finanziellen Zusagen für den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kleinkinder einzuhalten.

Die meisten Landesregierungen hätten dafür bislang ausschließlich Bundesmittel in Anspruch genommen, kritisierte Familienministerin Kristina Schröder (CDU) am Mittwoch in Berlin. "Jetzt sind sie selbst in der Pflicht. Denn wir können es uns nicht leisten, bei der Kinderbetreuung zu sparen", fügte sie hinzu.

Vertreter der kommunalen Spitzenverbände drohten mit Klagen, falls sich die Länder weiter finanziell verweigerten.Nach Angaben des Ministeriums haben nur die Ost-Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt beim Ausbau der Betreuungsplätze und der Finanzplanung ihren jeweiligen Bedarf bereits erreicht.

In Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen sei zu erwarten, dass dies noch geschafft wird. Demgegenüber sei dies in Baden-Württemberg, Bremen und Niedersachsen beim derzeitigen Ausbautempo nicht zu erreichen. Für Bayern und Hamburg lagen keine Auskünfte vor.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bessere Versorgung nur mit weniger Kliniken möglich

Fast jedes zweite Krankenhaus sollte geschlossen werden, um die Versorgung zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. mehr »

Spahn will Pflegekräfte aus dem Kosovo

Gesundheitsminister Jens Spahn treibt die Zusammenarbeit mit dem Kosovo voran. Ziel ist es, Arbeitskräfte für den Pflegesektor in Deutschland anzuwerben. mehr »

Spahn trennt Medizinische Dienste vom Kassensystem ab

An diesem Mittwoch berät das Bundeskabinett über das MDK-Reformgesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Neuer Streit ist programmiert. mehr »