Ärzte Zeitung, 30.05.2011

Kommentar

Entfesselte Gesundheitspolitik

Von Anno Fricke

Wird das Versorgungsgesetz so wie jetzt entworfen Wirklichkeit, fallen an verschiedenen Stellen des Gesundheitswesens und der Gesundheitswirtschaft Fesseln. Ärzte erhalten mehr Freiheiten, ihren Beruf auszuüben und dies vielleicht sogar mit mehr Zufriedenheit zu tun.

Für alle Ärzte gilt: Neue bürokratische Fesseln, wie sie Ärzten mit den Ambulanten Kodierrichtlinien angelegt werden sollten, wird es aller Voraussicht nicht geben. Was nicht heißt, dass sich die Politik beim Bürokratieabbau nun zurücklehnen kann.

Ärzte, die sich für das Land oder einen städtischen Problembezirk entscheiden, müssen sich vom Regelleistungsvolumen nicht mehr gefesselt sehen. Das schafft für die Arbeit Freiräume, ohne dass im Hinterkopf das Regressgespenst herumspukt.

Die Entfesselung der starren Sektoren wiederum bedeutet für spezialisierte niedergelassene Ärzte auch, dass sie die Fessel des Verbots mit Erlaubnisvorbehalt beim Einsatz innovativer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden abstreifen können. Sie können künftig an der Erprobung solcher Verfahren mitwirken. Das bringt Wissen und Erfahrung in den ambulanten Sektor. Die Spieße bekommen gleiche Länge.

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