Ärzte Zeitung online, 15.06.2011

Koalition will offenbar mehr reguläre Jobs für behinderte Menschen schaffen

BERLIN (dpa). Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge mit insgesamt 100 Millionen Euro bessere Berufschancen für Menschen mit Behinderung schaffen.

Das sehe der so genannte Nationale Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention vor, den Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Mittwoch vorstellt, wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) berichtet. Demnach solle das Geld über fünf Jahre hinweg bereitgestellt werden.

"Wir investieren das Geld in eine bessere Berufsorientierung, Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen", sagte von der Leyen der Zeitung.

Besondere Beachtung fänden schwerbehinderte Jugendliche. Bis zu 10.000 junge Behinderte sollen demnach ab Herbst über zwei Jahre auf das Berufsleben vorbereitet werden.

Zusätzlich sollen 1300 neue betriebliche Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Handicaps auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen werden, indem es für Arbeitgeber spezielle Anreize gebe.

Ziel sei es zudem, 4000 neue altersgerechte Jobs für schwerbehinderte Menschen über 50 Jahre zu schaffen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »