Ärzte Zeitung online, 03.08.2011

Millionenförderung für Projekte mit Vorbildcharakter

DÜSSELDORF (akr). Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat 17 Millionen Euro an 25 vorbildliche Projekte aus der Gesundheitswirtschaft vergeben. Die Förderung löst Investitionen mit einem Gesamtvolumen von 26 Millionen Euro aus.

Die Projekte haben sich als Sieger durchgesetzt bei dem Wettbewerb mit dem bemerkenswerten Namen "IuK & Gender Med.NRW", was Informations- und Kommunikationstechnologien und geschlechtergerechtes Gesundheitswesen bedeutet. An dem Wettbewerb hatten sich 105 Projekte mit mehr als 340 Partnern beteiligt.

"Die hohe Resonanz auf den Wettbewerb unterstreicht das große Potenzial, das in der Gesundheitswirtschaft in Nordrhein-Westfalen steckt", sagt Steffens. Die Gesundheitswirtschaft in NRW setzt jährlich mehr als 57 Milliarden Euro um und beschäftigt mehr als eine Million Menschen.

Apothekerkammer Westfalen-Lippe zählt zu den Siegern

Unter den Siegern ist die Apothekerkammer Westfalen-Lippe, die sich mit einem Pilotprojekt zur Arzneimitteltherapiesicherheit beworben hat. Es wird in Bochum-Wattenscheid starten und die Technik der elektronischen Gesundheitskarte nutzen.

"Apotheken und interessierte Ärzte sollen übergreifend auf die Medikationsdaten ihrer Patienten zugreifen können, die verschlüsselt auf einem geschützten Server gespeichert sind", erklärt Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening. Dabei liege ein besonderes Augenmerk auf den Patientinnen, weil Frauen häufiger und mehr Arzneimittel nehmen.

Preis für die Uni Witten/Herdecke

Auch die Universität Witten/Herdecke gehört zu den Gewinnern. Sie wird für ein Projekt zur Vereinbarkeit der Berufstätigkeit im Krankenhaus mit der Pflege eines Angehörigen ausgezeichnet.

Zu den Projektpartnern gehören neben dem Fachbereich Pflegewissenschaft der Universität das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen und das Evangelische Krankenhaus Witten. Die Initiatoren wollen an der Klinik eine Tagespflegeeinrichtung aufbauen, in der Mitarbeiter des Krankenhauses pflegebedürftige Angehörige unterbringen können.

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