Ärzte Zeitung, 20.07.2011

Arzt werden: Zusatzqualifikation steigert Chance auf Studienplatz

STUTTGART (mm). Abiturienten mit einem Abidurchschnitt von bis zu 2,3 haben zumindest an den Universitäten Heidelberg und Mannheim noch eine Chance, zum Medizinstudium zugelassen zu werden. Voraussetzung ist jedoch, dass sie im sogenannten Medizinertest punkten können.

Außerdem werden an beiden Fakultäten bei der Studienplatzvergabe Kriterien wie eine abgeschlossene medizinnahe Berufsausbildung oder ein Freiwilliges Soziales Jahr angerechnet. Auch ein Preis beim Wettbewerb "Jugend forscht" hat Einfluss auf den Erhalt eines Studienplatzes.

"Wir sind davon überzeugt, dass wir dadurch einem breiteren Kandidatenprofil die Chance einräumen und dadurch auch ein breiteres Spektrum an Ärzten ausbilden", erklärt Professor Franz Resch, Studiendekan an der Medizinischen Fakultät Heidelberg.

In Heidelberg sei das Verhältnis von männlichen und weiblichen Studierenden mittlerweile ausgeglichen, im Gegensatz zur Mehrzahl der Medizinischen Fakultäten in Deutschland, wo der Frauenanteil bei bis zu 70 Prozent liegt.

"Vermutlich kommen die Abitur-Anforderungen Schülerinnen besonders entgegen, während den männlichen Testteilnehmern die Testfragen eher liegen", sagt Privatdozentin Dr. Martina Kadmon.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »