Ärzte Zeitung online, 09.08.2011

Nord-KVen lehnen die Stilllegung von Praxen ab

BAD SEGEBERG (di). Die KVen in Hamburg und Schleswig-Holstein halten Behauptungen von Kassen über eine angebliche Überversorgung in Städten für falsch und lehnen die Stilllegung von Praxen in Städten ab.

Nach ihren Angaben versorgt ein Hausarzt in Lübeck, der zweitgrößten Stadt Schleswig-Holsteins, durchschnittlich 1404 Einwohner. Im Kreis Dithmarschen, wo viele Ärzte einen sehr hohen Patientenandrang verzeichnen, leben 1453 Menschen pro Hausarzt.

In der Landeshauptstadt Kiel kommt ein Hausarzt auf 1348 Einwohner - damit versorgt er rechnerisch sogar mehr Menschen als etwa im ländlichen Kreis Nordfriesland.

Die vergleichsweise hohe Facharztdichte in den Städten wie Hamburg ist nach Ansicht der KVen erforderlich, um die Bevölkerung im Umland zu versorgen. Eine Ausdünnung hätte längere Wartezeiten zur Folge.

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