Ärzte Zeitung online, 18.08.2011

Versorgung Nierenkranker wird besser

BERLIN (dpa). Für Nierenkranke, die regelmäßig zur Dialyse müssen, hat sich die Versorgung nach dem Urteil von Krankenkassen und Ärzten ständig verbessert.

Zu diesem Ergebnis kommen sie in dem vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) am Donnerstag gebilligten Jahresbericht 2010 zur Qualitätssicherung in der ambulanten Dialysebehandlung.

Derzeit werden in Deutschland danach etwa 61.000 Patienten mit chronischem Nierenversagen in rund 750 Dialyseeinrichtungen ambulant behandelt.

Die Qualität von Dialysebehandlungen wird anhand von vier Kriterien beurteilt: Nach Dauer und Häufigkeit sowie anhand zweier Blutwerte.

Mehr als halbiert hat sich nach dem Bericht der Anteil von Dialyseeinrichtungen, die von dem Qualitätsziel abweichen, Patienten mindestens vier Stunden pro Woche zu behandeln: Waren es 2008 noch über 18 Prozent, sind es jetzt nur noch 7 Prozent.

Auch wenn häufige und lange Dialysen für Patienten vielfach Einschränkungen im Alltag mit sich bringen, so steht für die Experten doch fest: Je öfter und je länger das Blut von Patienten mit chronischen Nierenschäden gereinigt wird, desto größer sind ihre Überlebenschancen und desto höher ist ihre Lebensqualität.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung sieht in den "überwiegend sehr positiven Ergebnissen" des Berichts den Beweis für eine "bundesweit flächendeckende sehr gute Versorgung" von Dialysepatienten.

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