Ärzte Zeitung, 07.09.2011

Berliner Kinder blicken in eine gesündere Zukunft

Die Schuleingangsuntersuchungen in der Hauptstadt zeigen einen erfreulichen Trend.

BERLIN (ami). Kinder in Berlin nehmen häufiger an den Vorsorgeuntersuchungen teil. Das ist ein Ergebnis der Auswertung der Einschulungsuntersuchungen 2010, die die Senatsgesundheitsverwaltung nun vorgelegt hat.

Im Vergleich zum Jahr 2005 ist die Zahl der Kinder, die alle Vorsorgen von U1 bis U8 wahrgenommen hatten, von 75 Prozent auf 79 Prozent gestiegen.

Migrantenkinder schneiden besser ab als vor fünf Jahren

Verbessert hat sich auch die Körperkoordination. Statt 15 Prozent waren hier nur noch elf Prozent der Kinder auffällig. Vor allem Migrantenkinder schnitten in diesem Bereich deutlich besser ab als vor fünf Jahren.

Auch die Raucherquote in den Familien ist gesunken. Der Anteil der Nichtraucherhaushalte stieg von 53 auf 62 Prozent.

"Erfreuliche Entwicklung"

"Insgesamt gibt es eine erfreuliche Entwicklung. Der Gesundheitszustand in dieser Altersgruppe ist gut, in einigen Bereichen lassen sich gar Verbesserungen erkennen", so das Fazit von Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke).

Keine Verbesserungen gab es jedoch beim Übergewicht, Nach wie vor bringt jeder zehnte Schulanfänger zu viele auf die Waage.

Zusammenhang zwischen sozialer und gesundheitlicher Lage der Kinder

Die Untersuchungen haben laut Senatsgesundheitsverwaltung erneut bestätigt, dass es einen engen Zusammenhang zwischen sozialer und gesundheitlicher Lage der Kinder gibt. Problematische Lebenslagen seien weiter häufig in den Stadtteilen Gesundbrunnen, Wedding, Kreuzberg Nord, Kreuzberg Ost und Neukölln.

"Hier muss Prävention weiterhin ansetzen" so Lompscher. Besondere Verantwortung dafür sieht sie beim öffentlichen Gesundheitsdienst, den Mitgliedern der Landesgesundheitskonferenz und der vom Land etablierten Fachstelle für Gesundheitsförderung und Prävention.

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