Ärzte Zeitung, 19.09.2011

Effiziente Versorgung für Schwerstverletzte gesichert

15 Kliniken bilden in Mecklenburg-Vorpommern ein Traumanetzwerk, das kürzlich zertifiziert worden ist.

ROSTOCK (di). In Mecklenburg-Vorpommern gelingt es, Schwerverletzte unter standardisierten Bedingungen flächendeckend und heimatnah zu versorgen. Ein Traumanetzwerk ist kürzlich von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert worden.

8. April 2011: Auf der A 19 bei  Rostock sterben acht Menschen und rund 100 werden verletzt, als 80 Fahrzeuge in einem Sandsturm ineinander rasen.

Zeit drängt bei Massenunfällen

Der Massenunfall zeigte, wie wichtig eine optimale Abstimmung aller Maßnahmen am Unfallort und  der klinischen Versorgung sind.

Mit jeder Zeitverzögerung sinkt die Überlebenschance der Verletzten, die auf eine reibungslos funktionierende Rettungskette, aber auch auf zeitnahe und dem individuellen Verletzungsmuster angepasste Behandlung in spezialisierten Kliniken angewiesen sind.

Optimale Vernetzung der Krankenhäuser der Region

Aus diesem Wissen heraus wurden die Ziele einer adäquaten  Schwerverletztenversorgung im Weißbuch Unfallchirurgie formuliert, und es entstand die Konzeption eines Netzwerks der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Dieses dient der flächendeckenden Optimierung der Prozess- und Strukturqualität durch eine optimale Vernetzung der Krankenhäuser einer Region, die regelhaft an der Versorgung Schwerverletzter  teilnehmen. Hierbei werden Rettungsdienste, Ärzte und kompetente Einrichtungen und Zentren zur Behandlung spezieller Verletzungsfolgen einbezogen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Computervirus legt Klinik lahm

Das bayerische Klinikum Fürstenfeldbruck ist von einem Computervirus lahmgelegt worden. Es hatte sich daher auch von der Integrierten Leitstelle des Landkreises abgemeldet und nur dringende Notfälle aufgenommen. mehr »