Ärzte Zeitung, 11.10.2011

Forscher beraten globale Grippe-Datenbank

BONN (dpa). Forscher aus mehr als 180 Ländern haben am Dienstag den Einsatz und die Möglichkeiten der globalen Grippe-Datenbank EpiFlu in Bonn beraten.

Betreut wird das Projekt von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Die Datenbank soll die schnelle Entwicklung von Impfstoffen gegen Grippeviren unterstützen.

Wissenschaftler aus aller Welt stellen Informationen zu bekannten und neuen Erregern zur Verfügung. EpiFlu ist frei zugänglich und unentgeltlich.

Die Kosten für die Plattform trägt 2011 und 2012 das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

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[11.10.2011, 20:14:51]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Ene mene EpiFlu™ - und raus bist Du!
Wie heißt es so schön bei EpiFlu™: "Wissenschaftler aus mehr als 180 Ländern stellen in die frei zugängliche und unentgeltliche Datenbank genetische und epidemiologische Informationen zu Grippeviren ... ein".

Vielleicht als epidemiologische Info das "GrippeWeb" des Robert Koch-Instituts (RKI), was nur EDV-mäßig aufgepeppte Erkenntnisse der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) darstellt, welche die "gefühlte" Rate der Häufigkeit akuter respiratorischer Erkrankung und den Anteil von daran vermuteten oder validierten Influenzainfektionen wiedergibt?

Oder laut RKI völlig überraschend, dass "Erkältungen etwa dreimal häufiger als grippeähnliche Erkrankungen" seien?

Evtl. WHO-Panik mit Hochstilisieren der H1N1-Influenza ("Schweinegrippe") zur Pandemie Stufe 6, obwohl diese Grippe-Variante bei aller Dramatik mit "zeitlich und örtlich begrenztem Auftreten", lediglich eine durch Tourismus, Mobilität, Migration und globale Wirtschaftsaktivität verbreitete Epidemie war?

Oder gar "Erkenntnisse", die das Center for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA mit einer "Telefonumfrage" gewann. 220.000 Erwachsene und 44.000 Kinder und Jugendliche bzw. deren Eltern wurden nach Influenza-ähnlichen Erkrankungen ("influenza-like illness" ILI) mit den 3 Hauptsymptomen Fieber, Husten oder Halsschmerzen befragt. Im Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR 2011; 60 (2): 1) wurden diese 3 Syptome zweifelfrei der H1N1-Influenza zugeordnet. Damit sollte der Welt weis gemacht werden, jeder zwölfte Erwachsene und mehr als jeder vierte unter 18 Jahren hätte in den USA (310 Millionen Einwohner!) "ILI" und damit die Schweinegrippe durchgemacht?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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