Ärzte Zeitung, 18.10.2011

Mehr Geld gefordert für humanitäre EU-Hilfe

BRÜSSEL (dpa). Die für humanitäre Hilfe der Europäischen Union zuständige Kommissarin Kristalina Georgiewa fordert mehr Geld für Hilfsmaßnahmen.

Die Zahl der humanitären Katastrophen habe ebenso wie deren Dauer deutlich zugenommen, sagte sie bei einer Konferenz mit Hilfsorganisationen und forderte für die Zukunft jeweils rund eine Milliarde Euro jährlich: "Wir brauchen mehr Geld, weil die Bedürfnisse größer geworden sind."

Fast 900 Millionen Menschen verfügten nicht über genügend Wasser oder Nahrung.

Die EU-Behörde für Katastrophenhilfe (ECHO) hat im vergangenen Jahr rund 650 Millionen Euro für humanitäre Hilfe ausgegeben. In den meisten Fällen wird sie durch Hilfsorganisationen geleistet.

Nach Ansicht Georgiewas muss die Hilfe der Europäischen Union noch effizienter werden. "Die Beschaffung der finanziellen Ressourcen für unsere wichtige Arbeit wird immer schwieriger", warnte die Kommissarin. "Wir können nur weiter mit Unterstützung rechnen, wenn wir die Qualität unserer Arbeit verbessern."

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