Ärzte Zeitung online, 22.10.2011

Linke wollen Drogen legalisieren

BERLIN (dpa). Die Linke setzt sich langfristig für eine Legalisierung aller Drogen ein. Der Parteitag in Erfurt stimmte am Samstag einem entsprechenden Antrag für eine Formulierung im künftigen Parteiprogramm zu.

Darin heißt es: "Wir treten für eine rationale und humane Drogenpolitik ein." Dies beinhalte eine "Entkriminalisierung des Drogenkonsums" und "langfristig eine Legalisierung aller Drogen".

ie Linke debattiert seit Freitag über ihr erstes Grundsatzprogramm. Die Endabstimmung über das gesamte Programm ist für Samstagnachmittag geplant.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[25.10.2011, 14:00:24]
Dr. Fritz Gorzny 
Das gab es Früher auch schon
In der Biographie von Gottfried Benn fand ich ein Rezept über Heroin der Fa Bayer. In den 1950- 80er Jahren wurde in der Ophthalmologie regelmässig Kokain in Form von Augentropfen consumiert, wobei fraglich ist, ob die dann alle nur in den Augen gelandet sind.Da die verbreiteste Droge Alkohol mit verheerenden sozialen , somatischen und psychischen Konsequenzen sowieso frei erhältlich ist, könnten theoretisch auch andere Substanzen gezielt unter gewissen gesetzlichen Auflaen freigegebn werden. Das würde wie schon vorher zitiert die ungeheure Kriminalität mit Tausenden Toten zB. allein in Mexiko leerlaufen lassen. Fraglich nur ,ob ein Interesse daran besteht,dann auch die große Zahl von Jobs zu streichen, die mit der Drogenbekämfung betraut sind. Auch das ist ein "Markt"  zum Beitrag »
[24.10.2011, 15:15:19]
Jörg Dähn 
Prinzipiell gut.
Würde viel Druck aus dem Kessel nehmen. Der Illegalitätsaufschlag entfiele und aus millionenschweren Drogenbaronen würden legale Rohstoffhändler. Natürlich geht sowas nicht ohne massive Präventions-, Aufklärungs- und Behandlungsmassnahmen. Erstmal würde der Spareffekt nicht so gross sein aber nach einigen Jahren könnte man vielleicht einige Polizisten, Gefängniswärter, Richter, und Sozialarbeiter einsparen bzw. anderswo sinnvoller einsetzen. Aber der Vorschlag der Linken ist dann doch zu rational-radikal, als dass man ihn umsetzen würde. zum Beitrag »
[24.10.2011, 09:54:39]
Dr. Mustafa Ayhan 
Volle Ünterstützung
Obwohl ich mich nicht so ganz in der politischen Richtung der Partei widerspiegle, so kann ich ihnen für diesen mutigen aber schon längst überfälligen Schritt nur noch gratulieren!
Da sollten sich die Konservativen wie auch die angebl. Sozialen, Liberalen sowie Grünen eine dicke Scheibe davon abschneiden, und die neuen Piraten sollten sich auch mal mit dem Thema auseinandersetzen und hoffentlich zu einem ähnlichen Ergebnis kommen!!! zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Frühstück zu verzichten erhöht Diabetes-Gefahr

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Grünes Licht für die MWBO-Novelle

Weniger Richtzeiten und kompetenzbasiertes Lernen: Der Vorstand der Bundesärztekammer hat die Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung beschlossen. mehr »

Verdacht auf Kindesmisshandlung? Das sollten Ärzte dann tun

Haben Ärzte den Verdacht, dass ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder gar missbraucht wird, sollten sie umgehend tätig werden. Wie sie vorgehen sollten, erläutert Oliver Berthold, Leiter der Kinderschutzambulanz in Berlin. mehr »