Ärzte Zeitung online, 02.12.2011
 

Leben Taubblinder soll erforscht werden

KÖLN (iss). Kölner Forscher sollen die Lebenssituation taubblinder und hörgeschädigter Menschen untersuchen.

Dazu hat das nordrhein-westfälische Sozialministerium ein nach eigenen Angaben bundesweit einmaliges Gutachten bei Professor Thomas Kaul und Professor Mathilde Niehaus von der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln in Auftrag gegeben.

"Wir wissen zu wenig über die Situation von Menschen, die gleichzeitig taub und blind und damit von der Kommunikation mit Anderen weitgehend ausgeschlossen sind", sagte Sozialminister Guntram Schneider (SPD).

Die Politik tappt im Dunkeln

Das Gutachten solle neue Erkenntnisse über den schwierigen Alltag dieser Menschen liefern - ebenso wie über die Lebenslage von gehörlosen und schwerhörigen Menschen.

Zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention für diese Gruppe fehlten fundierte Daten und Fakten, sagte Schneider.

Von der Studie verspricht er sich eine qualifizierte Datensammlung und eine repräsentative Befragung der Betroffenen. Außerdem erwartet er konkrete Verbesserungsvorschläge und Handlungsempfehlungen für die Politik.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vom Sinn und Unsinn medikamentöser Arthrose-Therapien

Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet und nur begrenzt medikamentös behandelbar. Ein Update zur Evidenzlage medikamentöser Therapien wurde nun präsentiert. mehr »

"Gelegenheits-Chirurgie ist nicht akzeptabel"

Die Risiken, direkt im Zusammenhang mit einer Op im Krankenhaus zu sterben, sind in Häusern mit geringen Fallzahlen höher als in spezialisierten Kliniken. mehr »

Diesen Effekt haben Walnüsse auf Lipide

Die Lipidsenkung durch den täglichen Verzehr von Walnüssen stellt sich offenbar unabhängig davon ein, ob man dabei auf Kohlenhydrate oder Fette oder auf beides verzichtet. mehr »