Ärzte Zeitung, 07.12.2011

Badesalz könnte Betäubungsmittel werden

BERLIN (af). Die als "Legal Highs" bekannten synthetischen Rauschdrogen könnten in absehbarer Zeit doch komplett unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Die Bundesregierung prüft derzeit die Einführung einer Stoffgruppenregelung.

"Badesalze" gelten vielleicht doch bald als Betäubungsmittel

Päckchen mit der neuen Droge Badesalz.

© dpa

Dies geht aus der Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Fraktion der Grünen hervor. Dazu habe sie ein Gutachten bei zwei Marburger Professoren eingeholt, das demnächst auf der Internetseite der Drogenbeauftragten Mechthild Dyckmans veröffentlicht werden solle.

Bei Legal Highs handelt es sich um synthetische Substanzen, die als "Badesalze" und "Räuchermischungen" vertrieben werden. Laut der Drogenbeauftragten sind sie nach Cannabis die am häufigsten konsumierten illegalen Substanzen in Deutschland.

Hersteller und Händler dieser Substanzen können zwar nicht nach dem Betäubungsmittelgesetz verfolgt werden, machen sich aber bereits heute nach dem Arzneimittelgesetz strafbar.

Die Regierung untersucht derzeit ebenfalls noch, ob die Einführung einer Stoffgruppenregelung Auswirkungen auf die pharmazeutische Forschung haben könnte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fünf wichtige Fakten zur Herzgesundheit der Deutschen

Heute wurde in Berlin der Herzbericht 2017 vorgestellt. Es zeigt sich, dass Herzerkrankungen jeglicher Art weiter zunehmen. mehr »

Trumps Leibarzt attestiert dem US-Präsidenten beste Gesundheit

US-Präsident Donald Trump attestierte sich kürzlich selbst kerngesund und ein "stabiles Genie" zu sein. Sein Leibarzt bestätigte ihm jetzt einen überragenden Gesundheitszustand – mit einer Einschränkung. mehr »

Der Belegarzt – KBV und Onkologen präsentieren neuen Teamplayer

Mit einer Neudefinition des Belegarztes wollen KBV und Onkologen die sektorübergreifende Krebsversorgung realisieren. mehr »