Ärzte Zeitung online, 22.12.2011

Mehr Behinderte erhalten Eingliederungshilfe

WIESBADEN (dpa). Immer mehr behinderte Menschen in Deutschland bekommen staatliche Eingliederungshilfe.

Rund 770.000 Menschen erhielten diese Form der Sozialhilfe im Jahr 2010 - das waren gut sechs Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag berichtete.

Auch die Höhe der Ausgaben wächst kontinuierlich: 2010 waren es rund 12,5 Milliarden Euro und damit etwa eine halbe Milliarde Euro mehr als im Jahr zuvor. Das Durchschnittsalter der Empfänger liegt unverändert bei 32 Jahren.

Die Eingliederungshilfe ist finanziell der mit Abstand größte Ausgabenblock der Sozialhilfe: 2010 machte sie rund 57 Prozent der insgesamt 21,7 Milliarden aus.

Ziel ist es, eine drohende Behinderung zu verhüten, Folgen einer Behinderung zu mildern und Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft einzugliedern.

Dazu gehören beispielsweise medizinische Rehabilitation, Behindertenwerkstätten und Ausbildungshilfen. Diese Leistungen werden zunehmend ambulant erbracht.

2010 erhielten bereits 43 Prozent der Empfänger solche Hilfen außerhalb stationärer Einrichtungen - zwölf Jahre zuvor war es nur gut jeder Vierte.

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