Ärzte Zeitung, 16.09.2012
 

Lebensmittelsicherheit

Länder wollen Task-Force etablieren

HAMBURG (dpa). Rund 16 Monate nach Ausbruch der EHEC-Epidemie haben die Verbraucherschutzminister Maßnahmen zu einer besseren Zusammenarbeit in Krisenfällen beschlossen.

Im Falle einer Ländergrenzen überschreitenden Krise im Bereich der Lebensmittelsicherheit soll künftig ein Krisenrat auf Ebene der Staatssekretäre das Management koordinieren.

Das geht aus einer neuen Bund-Länder-Vereinbarung hervor, die am Freitag in Hamburg verabschiedet wurde.

In besonders gravierenden Fällen wie der EHEC-Krise 2011 könne dann eine Task Force "Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit eingesetzt werden".

[23.09.2012, 11:29:14]
Wilfried Soddemann 
EHEC: Länder wollen Task-Force etablieren
Die Länder sollten sich endlich dafür einsetzen, dass das Trinkwasser ordentlich mit der Ultrafiltration gefiltert wird. Das kostet ganze fünf Euro pro Person und Monat. Der EHEC Skandal des letzten Jahres war durch Sprossen verursacht, die aus Samen auf Wasser erzeugt werden. Im Brunnenwasser des Betriebes wurden EHEC-Bakterien gefunden. Angestellte des Betriebes waren mit EHEC infiziert. Welche Erkenntnisse müssen denn noch vorliegen, damit das Trinkwasser endlich ordentlich gereinigt wird?

Durch Wasser übertragene Krankheiten verursachen jedes Jahr viele Infektionen und auch Tote. Die menschlichen und volkswirtschaftlichen Folgen sind immens. Viel Leid kann vermieden werden, wenn unser Trinkwasser frei von Keimen ist. Die Volkswirtschaft kann viel sparen, wenn im Gesundheitswesen wasserbedingte Infektionen nicht mehr behandelt werden müssen. Die Arbeitgeber werden sich über geringere Fehlzeiten am Arbeitsplatz sehr freuen. Kinderbetreuungskosten entfallen.

Wilfried Soddemann
Soddemann-Aachen@t-online.de zum Beitrag »

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