Ärzte Zeitung, 25.09.2012

Frauenquote

CSU fordert einheitliche Unionslinie

MÜNCHEN (dpa). In Ablehnung einer gesetzlichen Frauenquote für die Wirtschaft will die CSU die Schwesterpartei geschlossen auf Parteilinie sehen.

Er gehe davon aus, dass die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag dagegen stimmen werde, sagte CSU-Chef Horst Seehofer am Montag vor Beginn einer CSU-Vorstandssitzung in München.

Die beiden CDU-geführten Länder Saarland und Sachsen-Anhalt hatten am Freitag entgegen der Parteilinie im Bundesrat mit der SPD für die Einführung einer Quote in Aufsichtsräten großer Unternehmen gestimmt.

"Das ist CDU-Angelegenheit, nicht unsere", sagte Seehofer dazu.Der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, sagte: "Es wäre wünschenswert, wenn sich auch Ministerpräsidenten der CDU daran orientieren, was Beschlusslage ist."

CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt pocht auf die Koalitionsdisziplin: "Ich bin sicher, dass die Diskussion sich so gestaltet, dass am Ende die Vernunft siegt und dass wir uns nicht vor den Karren der anderen (Parteien) spannen lassen."

Im Bundestag hat die Länderinitiative wenig Aussicht auf Erfolg, weil CSU und FDP geschlossen dagegen stimmen wollen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »