Ärzte Zeitung, 06.10.2012

Ulf Fink wird 70

Ein unermüdlicher Netzwerker

Ohne Müde zu werden, arbeitet er an der Vernetzung im Gesundheitswesen: Ulf Fink, der "Mister Gesundheit" wird 70 Jahre alt.

Unermüdlicher Netzwerker im Gesundheitswesen

Wird am Samstag 70 Jahre alt: Ulf Fink, Gesundheitspolitiker und Organisator des Hauptstadtkongresses.

© Stephanie Pilick

BERLIN (HL). In der Hauptstadt gilt er seit Jahren als "Mister Gesundheit". Sein Engagement gilt der Vernetzung der Leistungsträger in einem sektorierten Gesundheitswesen.

Die Pflegeberufe hat er dabei genauso integriert wie er nicht müde wird, auf die besondere Bedeutung der Prävention hinzuweisen.

Als Organisator des Hauptstadtkongresses hat er das größte Forum für Entscheider im Gesundheitswesen geschaffen, zu dem mehr als 7000 Ärzte, Wissenschaftler, Politiker und Funktionäre nach Berlin kommen: Ulf Fink, der am 6. Oktober 70 Jahre "alt" wird, zeigt kein bisschen Müdigkeit, wenn es darum geht, Netzwerke zu bauen.

Einfluss hat der studierte Volkswirt auf die Gesundheitspolitik schon früh genommen. Als Vertrauter von Heiner Geißler, Sozialminister in Rheinland-Pfalz und später Generalsekretär der CDU, war es Fink, der schon früh prognostizierte, dass die GKV bis zum Jahr 2000 das Sozialprodukt absorbieren könnte.

Damit war das Schlagwort von der Kostenexplosion im Gesundheitswesen erfunden, die Basis für die Kostendämpfungspolitik gelegt.

Derweil machte Ulf Fink Karriere in Berlin: Als Gesundheitssenator unter Richard von Weizsäcker von 1981 bis 1989 setzte er eine fortschrittliche Aids-Politik durch.

Von 1987 bis 1993 war er Chef der CDU-Sozialausschüsse, von 1990 bis 1994 stellvertretender DGB-Vorsitzender. Nach einem Ausflug in die brandenburgische Landespolitik gehörte er zwei Legislaturperioden dem Deutschen Bundestag (bis 2002) an.

Bereits Mitte der 90er Jahre gründete Fink gemeinsam mit Dr. Ingrid Völker die WISO-Gruppe, die sich mit sozialpolitischer Forschung beschäftigt, vor allem aber zum Ziel hat, die Player im Gesundheitswesen zusammenzuführen. Für den geborenen Netzwerker Ulf Fink eine bleibende Aufgabe.

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