Ärzte Zeitung, 24.10.2012

NRW

Mehr Behandlungsplätze für Straftäter

KÖLN (iss). Nordrhein-Westfalen schafft 750 zusätzliche Behandlungsplätze im Maßregelvollzug.

Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat am Dienstag die Standorte von fünf neuen Kliniken bekannt gegeben, in denen psychisch kranke Straftäter behandelt werden sollen.

Die Zahl der Maßregelvollzugspatienten habe sich in den vergangenen zehn Jahren um zwei Drittel erhöht und werde weiter steigen, sagte Steffens. Deshalb würden bis 2020 rund 750 zusätzliche Klinikplätze benötigt. Bislang gibt es rund 2400.

"Psychisch kranke und suchtkranke Straftäter stammen aus allen Teilen unserer Gesellschaft und kommen aus allen Städten und Gemeinden des Landes", sagte Steffens. Aber nicht alle Regionen seien bislang an ihrer Behandlung und Unterbringung beteiligt.

"Deshalb werden die fünf neuen forensischen Kliniken in den Landesgerichtsbezirken errichtet, wo die Versorgungslücken am deutlichsten sind."

Die fünf zusätzlichen Standorte sind Haltern am See, Hörstel-Dreierwalde, Lünen, Reichshof und Wuppertal-Barmen. Überall wird es nach Angaben des Ministeriums Planungsbeiräte geben, damit sich die Bürger in Bauplanung, Organisation und Konzeption der Kliniken einbringen können.

Für Fragen zum Thema hat das Ministerium eine Hotline eingerichtet. Sie ist unter der Rufnummer 0800 137 7 137 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zu erreichen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »