Ärzte Zeitung, 07.12.2012

Jobcenter teilt aus

Schrittzähler für Arbeitslose

NÜRNBERG/BRANDENBURG. Trimmen statt vor der Glotze hocken: Zwei Jobcenter in Brandenburg animieren Langzeitarbeitslose seit neustem mit Schrittzählern zu mehr körperlicher Bewegung.

Seit Anfang der Woche habe das Jobcenter in der Stadt Brandenburg/Havel 18 ältere Hartz-IV-Bezieher mit den Geräten ausgestattet. Diese zeichneten 40 Tage jeden Schritt der Betroffenen auf, berichtete Bundesarbeitsagentur-Sprecherin Anja Huth am Mittwoch in Nürnberg.

Dem Teilnehmer mit der längsten absolvierten Gesamtstrecke winkt ein Preis. Vorreiter sei vor zwei Monaten das benachbarte Jobcenter Havelland gewesen.

Viele Langzeitarbeitslosen leiden offenbar unter Bewegungsmangel

Die Schrittzähler-Aktion sei Teil des Programms "50plus", bei der ältere Langzeitarbeitslose mit betrieblichen Praktika auf eine Rückkehr ins Arbeitsleben vorbereitet werden, so die Sprecherin. "Ein Ansatz des Programms ist auch die Gesundheitserziehung."

Untersuchungen hätten gezeigt, dass viele Langzeitarbeitslose unter Bewegungsmangel litten. Die Schrittzähler-Aktion solle Betroffene ermuntern, mal wieder längere Spaziergänge zu unternehmen.

"Nur wer sich körperlich gut fühlt, nimmt aktiv an der Vermittlung auf eine Arbeitsstelle teil", meinte die BA-Sprecherin. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Neue Hoffnung auf wirksame Alzheimer-Therapie

Lässt sich der Krankheitsverlauf bei Alzheimer mittels Antikörper doch bremsen? Erstmals deutet sich ein solcher Erfolg in einer größeren Studie an. Das weckt Hoffnungen. mehr »

Was die Datenschutz-Folgenabschätzung ist

Praxen, Kliniken und MVZ, die in großem Stil Patientendaten verarbeiten, müssen laut DSGVO eine Datenschutz-Folgenabschätzung absolvieren. Medizinrechtler erläutern, wie das geht und was das überhaupt ist. mehr »

Tele-Hausarzt horcht aus der Ferne ab

Dr. Rafael Walocha betreut als Tele-Hausarzt Bewohner eines Pflegeheims per Video. Dabei kann er die Patienten sogar elektronisch auskultieren. Arzt und Patienten sind begeistert. mehr »