Ärzte Zeitung, 12.02.2013
 

Pferdefleisch-Skandal

Keine Hinweise auf falsche Etiketten

BERLIN. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat bisher keine Anzeichen dafür, dass in Deutschland falsch gekennzeichnete Produkte mit Pferdefleisch auf den Markt gekommen sind.

"Hierzu gibt es weder Erkenntnisse der deutschen Länderbehörden noch Hinweise aus anderen EU-Mitgliedstaaten", teilte das Ministerium am Montag in Berlin mit.

Bereits nach Bekanntwerden der ersten Pferdefleisch-Funde in Tiefkühlprodukten in Großbritannien und Irland habe das Ministerium die Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärbehörden der Bundesländer gebeten, darauf zu achten, ob derartige Erzeugnisse auch in Deutschland auf den Markt gekommen sein könnten.

Die zuständigen Kontrollbehörden seien aufgerufen, wachsam zu bleiben, das weitere Geschehen im Ausland zu beobachten und jedem Hinweis nachzugehen.

Produktkontrollen wurden verschärft

Das Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf hat nach eigenen Angaben die Produktkontrollen verschärft. Auch in Hamburg sollen Lebensmittel intensiver untersucht werden, mehr Kontrolleure seien aber nicht im Einsatz.

Nach bisherigem Stand gebe es aber keine Hinweise, dass die Produkte aus Großbritannien nach NRW geliefert worden seien, teilte ein Sprecher des Ministeriums in Düsseldorf mit.

Nach Untersuchungen der britischen Lebensmittel-Aufsichtsbehörde FSA enthielten als Rindfleisch-Lasagne deklarierte Produkte eines großen Herstellers bis zu 100 Prozent Pferdefleisch. Die Behörde warnte davor, die Produkte zu essen. (dpa)

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