Ärzte Zeitung, 05.03.2013

Frauenförderung

Ärztinnenbund setzt sich für Quote ein

NEU-ISENBURG. Der Deutsche Ärztinnenbund setzt sich dafür ein, dass eine Frauen-Quote im Gesundheitswesen eingeführt wird.

"Der Deutsche Ärztinnenbund fordert eine verbindliche Frauenquote im Gesundheitswesen und weiß sich darin mit zahlreichen Medizinerinnen und Wissenschaftlerinnen, die an Universitätskliniken, in Krankenhäusern, in Praxen und im öffentlichen Gesundheitsdienst arbeiten, einig", erklärte die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Frau Dr. Regine Rapp-Engels auf Anfrage der "Ärzte Zeitung".

Am Wochenende hatte das Bündnis "Pro Quote Medizin" einen offenen Brief an Minister Daniel Bahr (FDP), an Dekane von Universitäten sowie an Direktoren und Vorstände von Kliniken veröffentlicht. Die Initiative setzt sich für mehr Medizinerinnen in Führungspositionen ein.

Im Brief heißt es: "Wir fordern, dass Führungspositionen in Unikliniken und Krankenhäusern und in allen Gremien der Universitäten und der ärztlichen Selbstverwaltung im Laufe der nächsten fünf Jahre zu 40 Prozent , bis 2023 zu 50 Prozent mit Frauen besetzt werden - und zwar auf allen Hierarchiestufen."

Der Ärztinnenbund hatte bereits im September 2012 die Pläne der Familienministerin Kristina Schröder (CDU) einer Flexi-Quote kritisiert. "Mit der Flexi-Quote kommen Ärztinnen nicht an die Spitze", erklärte Dr. Regine Rapp-Engels, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes.

Derzeit sind 26 Prozent der Leitungsfunktionen an Kliniken mit Frauen besetzt. (bee)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Eine immunschwächende Aktivität der Herpesviren könnte Alzheimer befeuern, so eine Studie. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »