Ärzte Zeitung, 18.09.2013
 

DKMS

Entsetzen über Führungsstreit

TÜBINGEN. Eines der Gründungsmitglieder der weltgrößten Knochenmarkspenderdatei DKMS sieht die Gesellschaft durch die Personalquerelen in der Geschäftsführung in ihrem Ruf geschädigt.

"Ich bin entsetzt und geschockt, was aktuell los ist", sagte der Vorsitzende des medizinischen Beirats der DKMS, Gerhard Ehninger, am Dienstag. "Ich kriege international Anrufe, Briefe und Mails, wo ein Erstaunen und eine Verständnislosigkeit über die Vorgänge ausgedrückt wird", sagte er.

Die DKMS hatte sich vor gut einer Woche von Geschäftsführerin Claudia Rutt getrennt, die von der Gründung an maßgeblich an dem rasanten Wachstumskurs hin zur größten Knochenmarkspenderdatei der Welt beteiligt war.

Während die DKMS zunächst von einer einvernehmlichen Lösung sprach, betonte Rutt, sie sei gegen ihren Willen vor die Tür gesetzt worden.

"Für die DKMS ist das ein Riesenverlust", sagte Ehninger. Der medizinische Beirat werde an diesem Mittwoch in einer kurzfristig einberufenen Telefonkonferenz über die Situation beraten. Bei der Datei mit Sitz in Tübingen sind knapp 3,8 Millionen Menschen als potenzielle Stammzellspender registriert. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »