Ärzte Zeitung online, 12.06.2014

Hochschulen

Weniger Studiengebühren, mehr Drittmittel

Mehr Ausgaben und zeitgleich der Wegfall der Studiengebühren: Die Hochschulen mussten im Jahr 2012 mehr in die eigene Tasche greifen - und zu Drittmitteln.

WIESBADEN. Die Hochschulen in Deutschland bekommen den Wegfall der Studiengebühren zu spüren. Im Jahr 2012 mussten die öffentlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen 2,8 Prozent mehr für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung ausgeben als 2011 (44,9 Milliarden Euro).

Mehr als die Hälfte davon waren Personalkosten, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Wegen der Abschaffung der Studiengebühren in weiteren Bundesländern mussten sie einen größeren Anteil aus eigener Kraft stemmen.

Einen Großteil der Ausgabensteigerungen konnten die Hochschulen selbst ausgleichen: etwa durch Mehreinnahmen bei der Krankenbehandlung in Unikliniken (plus fünf Prozent) oder durch Drittmittel (plus 6,1 Prozent).

Der Beitrag der Studierenden sank 2012 um 13,2 Prozent, nachdem Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen die Studiengebühren abschafft hatten. (dpa)

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