Ärzte Zeitung, 23.06.2014

Häusliche Gewalt

Niedersachsen will Täter mehr beraten

Das Land Niedersachsen unterstützt drei weitere Beratungsstellen für Täter von häuslicher Gewalt.

HANNOVER. Niedersachsen fördert drei neue Täterberatungsstellen bei häuslicher Gewalt: in Hildesheim, Oldenburg und Peine. Die drei "Täterberatungsstellen Häusliche Gewalt" erhalten jeweils 20.000 Euro im Jahr. Ab sofort fördert das Land Niedersachsen damit elf Täterberatungsstellen Häusliche Gewalt.

"Täter müssen lernen, nicht zuzuschlagen. Sie sind für ihr Verhalten verantwortlich und müssen lernen, auf Konflikte ohne Gewalt zu reagieren", sagt Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD).

Die Täterberatungsstellen sollen diesen Entwicklungsprozess mit ganz konkreten Maßnahmen befördern. "Es geht uns dabei zuallererst um die Opfer, die vor jeder Form von Gewalt geschützt werden müssen."

Allein 2013 hat die Polizei in Niedersachsen 15.335 Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt registriert. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Zunahme um 1,3 Prozent. 

Nach Einzelfallprüfung der Polizei werden die Täterberatungsstellen direkt von der Polizei informiert und nehmen von sich aus zeitnah zum Täter Kontakt auf, um Beratung anzubieten. 

"Die Gewalttäter durchlaufen ein konkretes Programm, in dem sie nicht nur ein Unrechtsbewusstsein in Bezug auf die Gewalttaten gegenüber ihrer Partnerin erlernen, sondern auch einen anderen Umgang mit Aggressionen", erläutert Ministerin Cornelia Rundt. (cben)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »

Konzept der e-Patientenakte steht

Die ePA nimmt Formen an. Ärzte, Kassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleib vorerst außen vor. mehr »