Ärzte Zeitung, 25.07.2014

Bayern

Ministerin Huml setzt auf Förderung

DEGGENDORF. Die Gesundheitsversorgung in Bayern soll sich weiter verbessern, so Gesundheitsministerin Melanie Huml am Donnerstag beim 11. Barmer GEK Forum in Deggendorf. "Wir dürfen uns mit dem Erreichten nicht zufriedengeben", sagte Huml mit Blick auf das nach ihrer Aussage "hohe Niveau" der medizinischen Versorgung im Freistaat.

Um eine gute Versorgung in ländlichen Regionen Bayerns auch in Zukunft gewährleisten zu können, habe die Bayerische Staatsregierung schon vor geraumer Zeit ein Förderprogramm zur Gewinnung von Ärztenachwuchs aufgelegt, das mit 15,5 Millionen Euro ausgestattet ist, so Huml.

Die derzeit gute Wirtschaftslage stütze den vorsichtigen Novellierungskurs der Großen Koalition in der Gesundheitspolitik, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Dr. Rolf-Ulrich Schlenker. Qualitative Aspekte der Gesundheitsversorgung und kollektives Handeln rückten nun in den Vordergrund.

Demgegenüber habe er den Eindruck, dass eine stärkere wettbewerbliche Steuerung des Gesundheitswesens um bestehende Fehlanreize und Überkapazitäten zu beseitigen, derzeit weniger gewünscht sind, kritisierte Schlenker. Es sei auch nicht akzeptabel, dass Kostensteigerungen im Gesundheitswesen auf die Versicherten abgewälzt werden, solange es noch Effizienzreserven im System gibt, sagte er. (sto)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »