Ärzte Zeitung, 27.10.2014

Sachsen

Kurs der Koalition bleibt

Nachwuchsförderung für Ärzte, mehr Geld für Kliniken, Ausbau der Telematik. Eckpunkte der sächsischen Gesundheitspolitik.

DRESDEN. Die künftige Regierungskoalition aus CDU und SPD mit Stanislaw Tillich (CDU) als Ministerpräsident will die bisherige Linie in der Gesundheitspolitik des Freistaats weitgehend fortsetzen. Das geht aus dem Entwurf des Koalitionsvertrags hervor, der in der vergangenen Woche vorgestellt wurde.

Demnach sollen Medizinstudenten, die sich verpflichten, nach ihrem Studium haus- oder auch fachärztlich im ländlichen Raum tätig zu sein, gefördert werden. Ein ähnliches Modell werde für Studenten, die im Öffentlichen Gesundheitsdienst Sachsens tätig werden, gestartet.

Die Koalitionäre kündigen außerdem an, die medizinische Notfallversorgung zu optimieren.

Für die Kliniken wird eine bessere Finanzierung versprochen, die Pauschalförderung soll gestärkt werden. Weiterhin wird die Einführung integrierter Versorgungskonzepte angekündigt, "mit denen sich ambulante und stationäre Leistungen sowie interdisziplinäre und fachübergreifende intersektorale Leistungen verknüpfen und vertraglich organisieren lassen".

Einen Schwerpunkt legte das Sozialministerium unter Christine Clauß (CDU) bereits in der vergangenen Wahlperiode auf die Telematik, auch im Hinblick auf die perspektivisch schwierige Versorgung auf dem Land.

Im Rahmen der Strategie "Gute Pflege in Sachsen" wird die Abschaffung des Schulgeldes für Pflegeberufe und der "Einstieg in die akademische Ausbildung" angekündigt. Außerdem sollen regionale Pflegekoordinatoren gegründet werden. (tt)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »

Nach einem Hörsturz ist das Schlaganfallrisiko erhöht

Nach einem Hörsturz haben Patienten ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. In einer südkoreanischen Studie war dies kontinuierlich über einen elfjährigen Nachbeobachtungszeitraum festzustellen. mehr »