Ärzte Zeitung, 09.03.2015

Arme Familien in Berlin

Es fehlt mehr als nur Geld

BERLIN. Kinder- und Familienarmut ist in Berlin kein Randphänomen. Etwa ein Fünftel aller Berliner lebt armutsgefährdet.

Je nach Familienform und sozialen Belastungsfaktoren erhöht sich das Risiko, in Armut zu leben, erheblich. Um die Auswirkungen dieser Einschränkungen auf die Kinderarmut zu konkretisieren, hat das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik im Auftrag des Berliner Beirats für Familienfragen eine Expertise zu "Lebenslagen und Potenzialen armer Familien in Berlin" erarbeitet und hierfür berlinweit 32 Interviews mit als arm geltenden Familien geführt.

Dabei wird deutlich: Einkommensarme Familien sind häufig Mehrfachbelastungen ausgesetzt: Gesundheitliche Einschränkungen, Partnerschaftskonflikte und schlechte Wohnverhältnisse stehen in engem Zusammenhang mit geringem Haushaltseinkommen.

Hinzu kommen strukturelle Barrieren: Dazu zählen mangelnde Armutssensibilität in Kita, Schule und Behörden oder Zwangsumzüge aus vertrauten Sozialräumen. (ras)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Bluttest erkennt acht Krebsformen gleichzeitig

Ein universeller Bluttest auf Krebs zur Früherkennung: Dieser Vision sind US-Forscher jetzt einen Schritt nähergekommen. mehr »