Ärzte Zeitung, 02.06.2015

Künstliche Befruchtung

BKK begrüßt Schwesigs Vorstoß

BERLIN. Die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) begrüßt die Ankündigung von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), die Beschränkung der künstlichen Befruchtung auf Kassenkosten auf Ehepaare zu überprüfen. "Wir freuen uns sehr, dass jetzt endlich auch der Gesetzgeber die Initiative ergreift und für die längst überfällige, zeitgemäße Gleichstellung sorgen will", sagt Helge Neuwerk, Stellvertreter des BKK-VBU-Vorstands.

Familienministerin Schwesig hatte kürzlich angekündigt, dass sie prüfen lassen will, wie die Richtlinie zur Förderung der künstlichen Befruchtung durch die Krankenkassen geändert werden kann. Der Bericht wurde von ihrem Ministerium bestätigt.

Die BKK VBU will bereits seit langem auch unverheirateten Versicherten die Zuschüsse zahlen. Das hatte ihr das Bundesversicherungsamt jedoch verboten. Gegen dieses Verbot klagte die Kasse bis zum Bundesverfassungsgericht. Doch auch dort wurde die Kasse auf den gesetzgeberischen Willen verwiesen.

"Die Richtlinien und Gesetze sind überholt, ungerecht und unzeitgemäß", so Neuwerk. Die Lebensrealität zeige längst, dass die Ehe als Voraussetzung für das Kindeswohl überholt ist. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Ein steiniger Weg nach Deutschland

Ob geflohen vor Krieg oder eingewandert aus anderen Teilen der Welt: Wer als ausländischer Arzt in einer deutschen Klinik oder Praxis arbeiten will, muss Ausdauer haben – und gutes Deutsch können. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen weht scharfer Gegenwind. mehr »