Ärzte Zeitung, 04.04.2016
 

Tod von CDU-Politiker

Eltern wollen Krankenakte einsehen

MÜNSTER. Neun Monate nach dem Tod von Philipp Mißfelder ist ein Rechtsstreit um die Krankenakte des CDU-Politikers entbrannt.

Die Eltern des früheren Bundestagsabgeordneten verklagen die Uniklinik Münster vor dem Amtsgericht auf Einsicht in die Unterlagen, wie ihre Anwältin Karoline Seibt am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Dabei gehe es den Eltern nicht um Vorwürfe gegen die Ärzte, sagte sie.

Mißfelder war im Juli 2015 an einer Lungenembolie gestorben. Zuvor war er im Februar 2015 eine Treppe hinabgestürzt und wies die behandelnde Universitätsklinik Münster nach deren Angaben an, seinen Eltern die Unterlagen nicht zu zeigen.

Zuerst berichtete die Funke Mediengruppe über die Klage der Eltern. In erster Linie wollen die Kläger Klarheit über den Treppensturz in Dülmen im Münsterland, wie die Anwältin sagte.

Über die Schwere der Verletzungen gibt es nach ihren Worten unterschiedliche Aussagen. Die Uniklinik erklärte, Eltern als nahe Angehörige hätten zwar grundsätzlich das Recht auf Akteneinsicht. Das gelte aber nur, wenn der Wille des verstorbenen Patienten nicht dagegen spreche. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »