Ärzte Zeitung, 08.04.2016

Reha verhilft Behinderten oft zum Berufseinstieg

NÜRNBERG. Von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Reha-Maßnahmen haben in der Vergangenheit vielen jungenBehinderten den Weg ins Berufsleben geebnet. Von 40.000 Schulabgängern mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen hätten ein Jahr nach dem Ende der Maßnahme (Ersteingliederung) knapp 50 Prozent eine sozialversicherungspflichtige Arbeit gehabt.

Die übrigen seien entweder arbeitslos gewesen oder weiter gefördert worden. Das geht aus einer am Donnerstag in Nürnberg veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor.

Das IAB ist die Denkfabrik der Bundesagentur.Als besonders erfolgreich hätten sich die speziellen Berufsausbildungen für Behinderte erwiesen, wenn sie in Betrieben stattfinden. Häufig würden die dort ausgebildeten Behinderten nach ihrer Ausbildung direkt von den Firmen übernommen.

Allerdings fänden nur rund 30 Prozent der sogenannten Ersteingliederungen direkt in Unternehmen statt. Knapp 60 Prozent der behinderten Jugendlichen würden in außerbetrieblichen Bildungswerken auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Derzeit fördert die BA nach IAB-Angaben 120 000 junge Behinderte mit Reha-Maßnahmen beim Berufseinstieg. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »