Ärzte Zeitung online, 02.06.2016

Krankheit

Weg in die Schulden

Krankheit führt oft zu Überschuldung. Das berichtet das Statistische Bundesamt.

WIESBADEN. Krankheit kann in die Überschuldung führen - für jeden siebten Ratsuchenden bei einer Schuldnerberatung (13,5 Prozent) waren im vergangenen Jahr Krankheit, Sucht oder Unfallfolgen die Auslöser der finanziellen Probleme. Im Schnitt hatten die Betroffenen Schulden von 25 181 Euro.

Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag als vorläufiges Ergebnis zur Aktionswoche Schuldnerberatung vom 6. bis 10. Juni mit.

Neben Arbeitslosigkeit und Trennung vom Partner sei Krankheit einer der wichtigsten Gründe für Überschuldung, sagte Destatis-Experte Walter Joachimiak.

Basis für die Statistik sind Angaben von 410 der insgesamt rund 1400 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland. Sie stellten anonymisierte Daten von etwa 103.000 beratenen Personen bereit.

Kommt zur Krankheit noch Arbeitslosigkeit, verschärft sich das Problem: 16,6 Prozent der Klienten bei Schuldnerberatungen, die wegen gesundheitlicher Probleme überschuldet waren, waren im vergangenen Jahr auch arbeitslos.

Wie hoch der Anteil der Arbeitslosen ist, die wegen ihrer Erkrankung ihre Stelle verloren haben, lasse sich aber nicht sagen, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Für Erwerbstätige seien nur in 7,6 Prozent der Fälle gesundheitliche Probleme die Hauptschuldenursache. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[02.06.2016, 11:56:56]
Karl-Georg Vaith 
Die Schere zwischen arm und reich öffnet sich in der BRD immer weiter und die gewählten Parteien bedienen sich !
Es sind eure Wähler die 2017 die richtige Entscheidung treffen sollten.

Sollte die Armut weiter um sich greifen, so werden mehr rechte und linke Wähler die grossen Parteien verlassen.

Wollen wir das ???

Die spitze Feder
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »